Tagliatelle – Die breitere Tante von Taglierini und Tagliolini

Wer meint, nur weil die Tagliatelle flach und dünn ist, könne er sie eindeutig erkennen, der hat die Rechnung ohne Taglierini, Tagliolini und erst recht ohne die Fettuccine gemacht.

Tagliatelle sind eine Art Bandnudeln aus der italienischen Region Emilia-Romagna.

Tagliatelle sind eine Art Bandnudeln aus der italienischen Region Emilia-Romagna.

Bei den italienischen Großfamilien kann man schon mal durcheinanderkommen, so ähnlich sehen sich alle. Also, ist Julia jetzt die Cousine von Laura oder doch eher die Nichte von Chiara? Oder beides? Auch die vielen verschiedenen Nudelvariationen können bei Nicht-Italienern schon mal für Verwirrung sorgen. Nehmen wir zum Beispiel einmal die Tagliatelle. Wer meint, nur weil diese Pasta flach und dünn ist, könne er sie eindeutig erkennen, der hat die Rechnung ohne Taglierini, Tagliolini und erst recht ohne die Fettuccine gemacht. Zugegeben, alle sind sich ziemlich ähnlich und alle gehören zur Familie der Langnudeln. Aber es gibt eben doch Unterschiede. Tagliatelle sind breite, superflache Nudelbänder, die auch zu Nestern aufgerollt verkauft werden. Taglierini und Tagliolini sind ebenfalls flach, aber erkennbar schmaler als Tagliatelle. Und die Fettucine? Die sehen der Tagliatelle zum Verwechseln ähnlich. Da sie aber aus der römischen Küche stammen und unsere anderen Kandidaten in der Emilia Romagna beheimatet sind, haben sie nichts miteinander zu tun. Jedenfalls aus italienischer Sicht. Auf der anderen Seite der Alpen kann man die durchaus Fettuccine benutzen, wenn gerade mal keine Tagliatelle zur Hand sein sollten – und umgekehrt.

Worauf sollte man beim Kauf von Tagliatelle achten?

Tagliatelle ist als Trockenware und als Frischnudel erhältlich. Bei der Trockenware empfehlen sich italienische Hersteller. Sie haben die größte Erfahrung im Umgang mit diesem Produkt. Wer frische Tagliatelle kauft oder sogar selbst herstellt, der achte bitte wegen der Garzeit darauf, dass die Bänder gleichmäßig dick respektive dünn sind.

Wie werden Tagliatelle verwendet

Eigentlich müsste die Überschrift lauten: „Wie wird Tagliatelle NICHT verwendet“, so viele Rezepte und Zubereitungsmöglichkeiten gibt es. Grundsätzlich verträgt sich Tagliatelle mit Fleisch, Fisch und allen Gemüsearten. Ein echter Klassiker aber ist die Kombination von Tagliatelle mit Steinpilzen, Dafür braucht man neben getrockneten auch frische Steinpilze, dazu Knoblauch, Zwiebeln. Olivenöl, aromatische Tomaten und ein paar Stiele Petersilie. Salz, Pfeffer und etwas Gemüsebrühe gehören auch dazu, aber das hat man ja sowieso im Haus. Ebenfalls eine tolle Kombi sind Tagliatelle, Brokkoli, Walnüsse und Sahnesoße. Wer dieses Gericht etwas tunen möchte, gibt ein paar Chiliflocken dazu. Tagliatelle können mit vielen vegetarischen Soßen ein wunderbares Hauptgericht ergeben. Für Fleischgerichte dagegen sind sie die ideale Beilage, weil sie die Soße so wunderbar aufnehmen können. Zubereitet werden die Bandnudeln wie jede andere Pasta auch. Einfach in kochendes Wasser geben und zwischen sechs und elf Minuten garen – je nach Packungsangabe oder Rat des Frischnudelherstellers.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp

Ihr volles Potenzial entfalten Tagliatelle erst dann, wenn sie richtig viel und möglichst sämige Soße aufnehmen können. Dafür ist diese Pastasorte nämlich prädestiniert. Eher trockene Rezepte sollte man deshalb schnell überblättern. Damit tut man Tagliatelle keinen gefallen.

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