Lasagne: Pasta-Genuss in Schichten

Weltweit bekannt und nicht nur das erklärte Lieblingsessen von Kater Garfield: die Lasagne. Sie ist ein wahrer Genuss für Groß und Klein und dazu noch sehr variabel. Ganz gleich, ob Liebhaber der Klassiker, Fischfan, Vegetarier oder Veganer, Lasagne kann ganz nach persönlichen Vorlieben mit verschiedenen Füllungen, Soßen, Toppings und Gewürzen zubereitet werden.

Doch damit aus der Mischung aus blubbernder, cremiger Soße, kross gebackenem Käse, leckerer Pasta und aromatischer Füllung ein kleines köstliches Kunstwerk in Schichten wird und herrlicher Duft durch ihr Heim zieht, ist bei der Zubereitung der perfekten Lasagne einiges zu beachten.

Woher kommt der Name Lasagne?

Wem die Lasagne ihren Namen verdankt, ist nicht abschließend geklärt. Grundsätzlich bezeichnet der Name nicht nur den Auflauf an sich, sondern auch die breiten Bandnudeln, die dafür verwendet werden. Man nimmt an, dass der Begriff aus der Zeit der Römer stammt. Diese nutzten eine im Mittelmeer verbreitete Technik, um flache Teigblätter herzustellen, die dann wiederum in Streifen weiterverarbeitet und gekocht wurden. Diese Blätter trugen den Namen „lagana“, woraus dann später „lasagna“ wurde.

Es könnte jedoch auch sein, dass sich der Begriff vom altgriechischen „tà làsana“ ableitet, einem Rost für Töpfe oder Bratpfannen. Die Römer nannten diese Gefäße „lasanum“, was so viel wie Topf bedeutet und bei den Italienern das Gefäß bezeichnete, in dem die Lasagne letztendlich im Ofen zubereitet wurde.

Wer hat die Lasagne erfunden?

Jedenfalls nicht die Schweizer. Doch ob es wirklich die Italiener waren, die den Siegeszug der Lasagne um den gesamten Erdball einläuteten, ist nicht so sicher. Denn es gibt Hinweise darauf, dass das beliebte Pastagericht ursprünglich aus England stammen soll. Als britische Forscher für ein mittelalterliches Festival inklusive Festmahl auf Berkeley Castle in Gloucestershire im Britischen Museum authentische Rezepte recherchierten, stießen sie auf ein für König Richard II zusammengestelltes Kochbuch aus dem Jahr 1390. In dieser Rezeptsammlung mit dem Titel „Forme of Cury“ fanden sie ein Gericht namens „Loseyns“ (wie Lasagne ausgesprochen), das aus geschichteten und mit Käse überbackenen Nudelplatten bestand.

Die Briten beharren deswegen darauf, dass sie die Lasagne ursprünglich erfunden haben, auch wenn das Gericht mit der Einfuhr der Kartoffel auf die britischen Inseln mit der Zeit in Vergessenheit geriet.

Allerdings haben auch die Italiener historische Belege für die Erfindung der Lasagne zu bieten. Neben einem anonymen Manuskript aus dem 14. Jahrhundert, auf dem das erste schriftlich verfasste Lasagne-Rezept zu finden sein soll, soll ein gewisser Marchione di Coppo Stefani 1370 beim Zählen der Pestopfer in Florenz gesagt haben, dass die Toten wie Lasagne in den Gräbern geschichtet würden.

Beiden Ländern ist jedoch gemein, dass es sich bei beiden Rezepten um Varianten ohne Tomaten gehandelt haben muss, da diese erst ab etwa 1500 mit Christoph Kolumbus aus Amerika in die Alte Welt kamen.

Doch ganz gleich, wer sie ursprünglich erfunden hat, keiner macht die Lasagne besser als die Italiener. Sie fehlt nie auf Speisekarten italienischer Restaurants und es gibt in Italien wahre Lasagne-Hochburgen wie die Regionen Marche und Emilia-Romagna.

Wussten Sie schon, dass…

die größte Lasagne ganze 25 Meter lang und 2,5 Meter breit war und von 5.000 Menschen gekocht wurde. Der Guinness-Weltrekord wurde am 20. Juni 2012 im Magillo-Restaurant in Wieliczka in Polen aufgestellt. Der schnellste Lasagne-Esser der Welt kam indes aus Köln. Am 3. August schaffte es Rafael Bujotzek dort eine 358 Gramm schwere Lasagne in 30 Sekunden zu verzehren.

Lasagne Bolognese – der Klassiker

Die bekannteste Variante der Lasagne ist die Lasagne alla bolognese oder auch Lasagne al forno, die ihren Ursprung in der Emilia-Romagna hat, wo jede Mamma ihr eigenes Geheimrezept hütet. Unter anderem ist sie dort eine beliebte Vorspeise.

Bei der Lasagne al forno werden Bolognese- und Béchamelsoße sowie Lasagneplatten abwechselnd geschichtet und dann mit Parmesan überbacken.

Einen Unterschied zwischen Lasagne Bolognese und Lasagne al forno gibt es außer dem Namen übrigens nicht. Beide bezeichnen die klassische Lasagneform aus Bologna und werden wie alle anderen Lasagne-Arten im Ofen also „al forno“ zubereitet.

Andere beliebte Lasagne-Varianten

Die vielseitige Lasagne gibt es aber auch noch in vielen weiteren Spielarten. Im Süden in der Basilicata wird sie gerne mit Kichererbsen zubereitet, die Mailänder geben gerne Gorgonzola und Champions zwischen die Nudelplatten, in Kampanien arbeitet man mit Wurst, Ricotta und Mozzarella, während in Piemont Trüffel zur Zubereitung einfach dazugehören.

Lasagnevariante mit Fisch: Besonders gut schmeckt Lasagne mit Lachs und Spinat. Braten Sie den Lachs mit Zwiebeln und Tomaten an und geben Sie die Füllung sowie Béchamelsauce und würzigen Spinat zwischen die Nudelplatten. Zum Schluss wird die Lasagne mit Käse bestreut und in den Ofen gegeben.

Vegetarische Lasagne: Gemüselasagne kann mit Lasagne-Platten, einer Tomaten-Gemüse-Soße, Béchamelsoße und Käse (beides auch vegan möglich) zubereitet werden. Wer sich in der Low-Carb-Variante ernähren möchte, kann die Nudelplatten zusätzlich durch Zucchini-, Tomaten- oder Auberginenscheiben ersetzen und so Kohlenhydrate einsparen.

Vincisgrassi

Die Vincisgrassi ist eine der bekanntesten Lasagnevarianten. Allerdings weiß man nicht genau, wo die Variation aus der Region Marken genau herkommt. Die Italiener sagen, ihre Erfindung hätte mit dem österreichischen General Windisch-Graetz zu tun, der während der Napoleonischen Kriege mit seinen Truppen vor Ancona gelegen haben soll. Dieser Feldherr soll von Lasagne so begeistert gewesen sein, dass seine Lieblingslasagne in Verballhornung seines Namens in Vincisgrassi umbenannt wurde.

Laut einer anderen Theorie, war die Lasagnevariante, den Adeligen vorbehalten, die aufgrund ihrer Leibesfüllung als „princisgrassi“ bezeichnet wurden, was so viel wie fetter Fürst bedeutet.

Was nun richtig ist, weiß man nicht. Klar ist nur, dass die Füllung aus Innereien wie Lamm- und Kalbbries oder -hirn und Geflügelleber besteht und dass der Nudelteig mit Dessertwein zubereitet wird. Außerdem schmeckt man bei der Vincisgrassi die Fleischsauce mit Zimt ab.

Pastitsio – die griechische Lasagne

Pastitsio ist neben Moussaka ein typisches Auflaufgericht der griechischen Küche und stammt von den Ionischen Inseln. In seiner üblichsten Form wird es mit einer Schicht Nudeln in Röhrenform mit geriebenem Käse, einer Schicht Hackfleisch und bedeckt von einer weiteren Schicht Macheroni zubereitet. Die oberste Schicht stellt eine mit Kefalotyri-Käse bestreute Béchamelsauce dar.

Lasagne – die einzelnen Schichten

Man unterscheidet bei der Lasagne in der Regel zwischen fünf verschiedenen Schichten:

  • Basis
  • Soße
  • Füllung
  • Abschluss
  • Topping

Soweit sind sich Lasagneliebhaber einig. Darüber wie die perfekte Schichtung aussieht, scheiden sich allerdings die Geister. Während einige darauf schwören, mit der Füllung zu beginnen, fangen andere mit der Soße an. Manche fetten auch zunächst die Auflaufform mit Butter ein und legen zuerst die Nudelplatten oder Gemüse hinein.

Wichtig: Immer entweder mit einer flüssigen Schicht beginnen oder die Auflaufform vorher einfetten. Werden die Platten direkt auf dem Boden der Form gelegt, brennen sie schnell ein.

Was kann man als Basis für eine Lasagne verwenden?

Die klassische Basis für Lasagne sind Nudelplatten. Wer auf Pasta verzichten möchte, kann diese durch Gemüse wie zum Beispiel Auberginen, Zucchini oder Tomaten ersetzen.

Was kann man als Soße für Lasagne verwenden?

Der Klassiker für Lasagne ist eine helle Béchamelsauce, die aus Butter, Mehl und Milch gefertigt wird. Machen Sie die Besciamella am besten selbst, das Ergebnis ist um Längen besser als die fertig gekaufte Variante. Stellen Sie dazu einfach eine Mehlschwitze her und gießen sie unter Rühren immer mehr Milch nach, bis die Soße die richtige Konsistenz aufweist. Das Einrühren mit dem Schneebesen ist wichtig, damit keine Klümpchen entstehen. Zum Abschluss würzen Sie die Béchamelsauce noch mit Salz, Pfeffer und Muskat. Abschmecken am Ende nicht vergessen.

Wenn Sie gerne einmal etwas anderes ausprobieren möchten, können Sie anstelle der Béchamelsauce auch Schmand, Crème fraîche, fettarmen Hüttenkäse, Quark oder Tomatensoße verwenden.

Was kann man als Füllung für Lasagne verwenden?

Meistens wird für Lasagne die bekannte Bolognesesoße, Ragù alla bolognese, verwendet. Welches Fleisch man dafür verwendet, ist im Endeffekt Geschmackssache. In der Regel kommt eine Mischung aus Schweine- und Rinderhackfleisch zum Einsatz. Wer möchte, kann auch nur Rinderhack verwenden. So hat die Lasagne weniger Kalorien, die Füllung wird aber auch trockener. Auch die Verwendung von Lamm- oder Geflügelhack ist möglich.

Grundsätzlich sind bei der Füllung aber der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. In der Gegend um Neapel ist die mit Fenchel, Koriander und Knoblauch gewürzte Salsiccia in der Füllung sehr beliebt, während in Sizilien hartgekochte Eier und Hackbällchen zum Einsatz kommen. In Venetien arbeitet man mit rotem Radiccio, während in Mittelitalien Pilze in der Soße üblich sind. Auch Schinken kommt neben vielen anderen Zutaten häufig zum Einsatz.

Fischliebhaber schwören auf eine Kombination aus Lachs und Spinat, während Vegetarier und Veganer viele Möglichkeiten haben, um zum Beispiel mit Paprika, Auberginen, Zucchini, Möhren eine leckere Gemüsefüllung zu zaubern.

Was kann man als Abschluss für eine Lasagne verwenden?

Beim Abschluss kommen wie bei der Basis in der Regel Lasagneplatten zum Einsatz, die bei Bedarf durch Gemüse wie Zucchini, Tomaten oder Auberginen ersetzt werden können.

Welcher Käse eignet sich am besten als Topping für eine Lasagne?

Was wäre Lasagne ohne den perfekten Käse? In Italien kommen hier meist Mozzarella oder geriebener Parmesan zum Einsatz. Es können zum Bestreuen aber auch andere Käsesorten, wie Gouda oder Emmentaler, oder Hefeschmelz verwendet werden.

Unterschiede zwischen den einzelnen Käsesorten

  • Mozzarella: Dieser Käse hat einen sehr milden Geschmack und wird beim Überbacken schön braun. Kross wird er allerdings nicht und schmilzt außerdem fleckenweise.
  • Parmesan: Ein kräftig-würziger Käse, der beim Überbacken schön kross und braun wird. Er schmilzt zwar gleichmäßig, aber nicht wirklich homogen.
  • Gouda: Der Gouda ist ein Käse mit mildem Geschmack, der beim Überbacken gleichmäßig schmilzt und kross wird.
  • Emmentaler: Emmentaler ist ein würziger Käse, der sich schön braun und kross überbacken lässt. Das Schmelzen erfolgt gleichmäßig.
  • Hefeschmelz: Hierbei handelt es sich um ein würzig-salziges Topping, das zwar gleichmäßig schmilzt, aber kaum braun und kross wird.

Lasagne perfekt zubereitet

Die richtigen Lasagne-Platten wählen

Was wäre eine gute Lasagne ohne die perfekten Lasagneblätter? Der dünn ausgewalzte Teig kann getrocknet gekauft werden. Es gibt Varianten zum Vorkochen und solche, die direkt gebrauchsfertig sind. Die Scheiben sind meist 10×17 Zentimeter groß.

Wer möchte, kann die Lasagneblätter aber auch einfach selbst machen. Dazu bereiten Sie einfach einen Pastateig zu, rollen ihn in der gewünschten Dicke aus und schneiden dann die Platten aus. Hängen Sie die Lasagneplatten danach zum Trocknen auf.

Welche Auflaufform eignet sich am besten?

Lasagne kann in allen Auflaufformen gebacken werden.

Allerdings sind eckige Auflaufformen in der Regel besser geeignet, da man fertige Lasagneplatten hier passgenaue in die Form schichten kann. Es ist aber auch kein Problem die Lasagneblätter einfach durch Brechen in eine Auflaufform mit runden Ecken einzupassen.

Idealerweise ist die Auflaufform so groß, dass Sie die Lasagneblätter perfekt nebeneinander schichten können. Dabei dürfen sie leicht überlappen. Zudem sollte sie nicht zu flach sein, so dass mindestens drei Lagen Nudeln und Soße übereinandergeschichtet werden können.

Wie lange muss die Lasagne in den Backofen?

Wie lange die Lasagne im Backofen bleiben muss, hängt davon ab ob es sich um getrocknete oder um selbstgemachte Pastablätter handelt und ob die Soße gerade frisch gemacht wurde und noch warm ist oder ob die vorbereitete Lasagne kalt aus dem Kühlschrank kommt.

Bei selbstgemachter Pasta beträgt die Kochzeit etwa 15 bis 20 Minuten, bei getrockneten Lasagneblättern etwa 30 bis 40 Minuten während es bei Lasagne aus dem Kühlschrank bis zu einer Stunde dauern kann, bis die Lasagne verzehrfertig ist.

Grundsätzlich gilt: Die Lasagne ist dann perfekt gebacken, wenn die Soße blubbert und der Käse gratiniert, aber nicht verbrannt ist.

Bei welcher Temperatur gelingt die Lasagne am besten?

Die perfekte Temperatur hängt vom Herd ab. Während bei Umluft 160 Grad ausreichen, dürfen es bei Ober- / Unterhitze schon 180 Grad sein. Einen Gas-Backofen stellen Sie am besten auf Stufe 3 ein.

Lassen Sie den Backofen einige Zeit vorheizen und stellen Sie die Lasagne in das untere Drittel des Backofens. Sollte die Lasagne im Backofen zu stark bräunen, können Sie sie mit Alufolie abdecken. Die glänzende Seite der Folie sollte dabei nach außen zeigen.

Lasagne gekonnt servieren

Wie serviert man Lasagne am besten?

Am besten stellen Sie die Lasagne in der Auflaufform auf den gedeckten Tisch und servieren Sie das Gericht direkt daraus. Wenn Sie möchten, können Sie die Lasagne aber auch zuvor schneiden und die Stücke auf einem vorgewärmten Teller mit grünem Salat garniert servieren.

Wichtig: Lassen Sie die Lasagne vor dem Servieren auf jeden Fall fünf Minuten ruhen. So lässt sie sich besser schneiden und portionieren.

Welche Beilage passt am besten zur Lasagne?

Zur Lasagne als Hauptspeise passt am besten eine leichte Beilage wie ein frischer italienischer Salat. Sie können hier Ihr Lieblingsrezept wählen und ihre Lieblingssorten kombinieren. Gut geeignet sind zum Beispiel Rucola, Lollo rosso oder Lollo bianco mit Kräutern, Tomaten, Öl (z. B. Olivenöl oder Sonnenblumenöl) und Balsamico-Essig.

Welches Getränk passt am besten zur Lasagne?

Zu einer klassischen Fleischlasagne passen am besten vollmundiger Rotwein wie Merlot, Chianti oder Valpolicella. Zu vegetarischer Lasagne oder Varianten mit Fisch können auch gut leichte Weine wie zum Beispiel Chardonnay gereicht werden.

Auch Wasser mit Minze oder Fruchtgetränke harmonieren zu diesem typisch italienischen Gericht hervorragend und sind zudem alkoholfrei.

Welches Dessert passt am besten zur Lasagne?

Zu Lasagne passen gut leichte Desserts wie frischer Obstsalat oder Sorbets. Wenn es etwas gehaltvoller sein soll, wäre ein italienisches Tiramisu eine gute Wahl.

Wie lange ist Lasagne im Kühlschrank haltbar?

Lasagne ist ein Gericht, das man problemlos einen Tag vorher vorbereiten und bis zum Backen im Kühlschrank aufbewahren kann. Reste können mit Frischhalteform abgedeckt in der Form zwei Tage im Kühlschrank gelagert und dann im Backofen oder der Mikrowelle wieder aufgewärmt werden.