Spaghetti – Der Inbegriff italienischer Nudeln

Lange bevor es in Deutschland „Pasta“ gab, gab es schon Spaghetti. Die langen, dünnen Nudeln kamen mit der ersten Generation italienischer Immigranten ins Land, die man damals in den frühen Sechziger Jahren relativ unbefangen „Gastarbeiter“ nannte.

Die Bezeichnung Spaghetti wurde aus dem Italienischen übernommen und bedeutet soviel wie ‚Schnürchen‘.

Die Bezeichnung Spaghetti wurde aus dem Italienischen übernommen und bedeutet soviel wie ‚Schnürchen‘.

Ursprünglich waren Gastarbeiter nämlich zum Arbeiten gekommen; auch, wenn viele von ihnen später blieben. Mit ihnen blieb die Liebe der Deutschen zur italienischen Küche, die bald über die „Schpagetti“, Spach-hetti“ und wie die Spaghetti sonst noch ausgesprochen wurden, hinauswuchs. Irgendwann schafften es im Zuge dieser Entwicklung auch die Spaghetti, sich von der Nudel zur Pasta zu emanzipieren. Übrigens, so wie sie in Deutschland die Urmutter aller Teigwaren ist, so ist sie es auch in Italien selbst. Vor allem in Süditalien, wo die Spaghetti erfunden wurden, gelten sie mindestens als „antik“. Ihr Name geht auf das italienische Wort „spago“ für „Faden“ zurück. Das ist eine absolut treffende Bezeichnung für jene langen, dünnen Teigfäden, die vor allem ungeübte Esser erst einmal meistern lernen müssen!

Worauf sollte man beim Kauf von Spaghetti achten?

Ganz ehrlich, eigentlich muss man auf nichts achten, allenfalls auf den Preis. Denn selbst Spaghetti von authentischen italienischen Herstellern sind im Rahmen von Aktionswochen oft als Sonderangebot zu haben. Übrigens, die deutschen Spaghetti sind inzwischen auch recht ordentlich! Puristen werden allerdings darauf bestehen, dass nur Spaghetti aus Hartweizengrieß auf den Tisch kommen. Hartweizengrieß plus Wasser, damit erschöpft sich auch schon die Zutatenliste für „echte“ italienische Spaghetti. Köche, die gern experimentieren, können den Teig aber selbstverständlich auch etwa üppiger zubereiten. Ein reichhaltigeres Grundrezept für hausgemachte Spaghetti würde auch noch Weizenmehl, Olivenöl, Salz und Eier beinhalten. Wer sich an diese anspruchsvolle Aufgabe heranwagen möchte, der braucht auch eine Nudelmaschine. Alles andere wäre eine wahre Strafarbeit…

Wie werden Spaghetti verwendet?

Um diese Frage hinreichend zu beantworten, müsste man eigentlich ein Buch schreiben. Als Basisinformation möge aber vielleicht reichen, dass man Spaghetti immer mit einer Soße serviert. Meistens, aber nicht immer, wird das eine Soße auf Tomatenbasis sein. Wenn es ganz schnell gehen soll, streut man ein paar Basilikumblätter über eine einfache Tomatensoße und basta. Fertig ist das Lieblingsgericht nicht nur vieler italienischer Kinder. Die zahlreichen Abwandlungen sind legendär. Im reichen Bologna kam viel Fleisch dazu, dass man zum Ragù einkochen ließ. Heute heißt das in den englischsprachigen Ländern „spagbol“ und zugegeben, längst nicht alle diese abgekürzten „Spaghetti bolognese“ haben ihren Namen tatsächlich verdient. Die Venezianer bereicherten die Pastawelt mit ihren „Spaghetti puttanesca“, in die bis heute Anchovis und Kapern gehören. Eine weitere populäre Soßenvariante basiert ausnahmsweise nicht auf Tomaten. Für eine „Carbonara“ werden Eier, Kochsahne, Schinkenwürfel und geriebener Parmesan gemixt.

Spaghetti können zudem für Aufläufe verwendet werden und passen auch in Nudelsalate. Dann sollten sie aber zuvor in mundgerechte Stücke gebrochen werden.

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Zum Schluss noch ein kleiner Tipp

Spaghetti nach dem Kochen immer leicht abschrecken und sofort servieren. So kleben sie nicht aneinander. Wenn etwas übrig bleibt, halten sich Spaghetti im Kühlschrank einen Tag frisch und können mit etwas Olivenöl in der Pfanne aufgewärmt werden. Alternativ kommen sie nochmals für eine Minute in kochendes Wasser.