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Trockenpasta fiel bei Nelson Müllers Nudelcheck durch

Pasta steht bei den Deutschen nach wie vor im Trend. In vielen Haushalten hat sie die Kartoffel als beliebteste Beilage bereits abgelöst und landet mehrmals pro Woche auf dem Speiseplan. Jedoch ist es oftmals gar nicht so einfach, aus der breiten Masse an Pasta-Produkten das beste Angebot auszuwählen. Daher hat TV-Koch Nelson Müller vor einigen Wochen beim großen Nudel-Check im ZDF getestet, wie gut die im Handel erhältlichen Spaghetti, Tortellini und Co. wirklich sind.

Das Ergebnis: Es kommt nicht unbedingt auf den Preis an. Überzeugen konnte die Pasta aus dem Discounter oder Supermarkt jedoch auch nicht. Speziell die trockenen Nudelprodukte fielen bei den Testern durch.

Hoher Preis nicht zwingend gleich gute Pasta

Nelson Müllers großer Nudel-Check nahm die meistverkauften Pasta-Sorten unter die Lupe. Foto: obs/ZDF/Willi Weber

Zunächst testete Müller, ob die Preisunterschiede von knapp 40 Cent bis zu fast 4,00 Euro für 500 g Pasta gerechtfertigt sind. Schließlich bestünden Spaghetti eigentlich nur aus Wasser und Hartweizengrieß. Geschmacklich konnten die Discounter-Nudeln denn auch problemlos gegen die Markennudeln bestehen. Jedoch gibt es Unterschiede in der Verarbeitung und bei der Qualität der Rohstoffe. Auch ist die Optik bei den teureren Markenprodukten oft besser.

Gefüllte Nudeln aus dem Supermarkt und Discounter konnten Tester nicht überzeugen

Gefüllte Pasta, wie Tortellini und Ravioli, wurden von Nelson Müller ebenfalls auf die Probe gestellt. Hier ließ er von Tortellini-Experten in Italien verschiedene trockene und frische Nudeln aus dem Supermarkt oder dem Discounter testen. Überzeugen konnten sie jedoch nicht. Alle getrockneten Tortellini fielen bei den Testern komplett durch, die Pasta aus der Frischetheke konnte zumindest optisch überzeugen. Oft war auch die mangelnde Qualität ein Thema, so fand sich in manchen „Tortellini a la carne“ kaum echtes Fleisch.

Den nicht nur bei den Schwaben beliebten „Spätzle“ erging es kaum besser. Auch hier konnten die Trockenprodukte nicht überzeugen, Lob gab es nur für die Sorte „Chef Select“ aus der Kühltheke von Lidl.

Verbraucher beklagen mangelnde Transparenz

Ein großer Kritikpunkt in Nelson Müllers Nudeltest war die mangelnde Transparenz, was Füllmengen und Herkunft der verwendeten Produkte angeht. So ist zum Beispiel die Herkunft der verwendeten Eier oft nicht klar. Stichproben zeigten, dass nach wie vor viele aus Bodenhaltung stammen, nur wenige Hersteller Eier aus Freilandhaltung nutzen und „Knorr“ sogar noch Eier aus der umstrittenen Käfighaltung verwendet. Teilweise zeigte sich auch, dass Angaben fehlten oder fehlerhaft waren.

Kartoffeln nicht unbedingt gesünder als Pasta

Pasta gilt oftmals als ungesunder Dickmacher. Auch dieser Frage ging der TV-Koch auf den Grund und lies zwei Schwestern vier Wochen dasselbe essen; einmal mit Nudeln als Beilage und einmal mit Kartoffeln. Nach dieser Zeit zeigte sich, dass bei den Kartoffeln die Leberfettwerte und der Körperfettgehalt stärker angestiegen waren, was bedeutet, dass die in Kartoffeln enthaltenen Kohlenhydrate schneller in Fett umgewandelt wurden.