Pasta vom Roboter in unter drei Minuten

Kochroboter wurden in letzter Zeit mehrere vorgestellt. Die meisten davon basieren auf einem einfachen Knickarmprinzip. Der neu entwickelte Kochroboter vom Leipziger Start-up DaVinci Kitchen geht weit darüber hinaus. Der Roboter ist in der Lage, komplexe Gerichte komplett fertigzustellen und sogar zu personalisieren. Nun wurde der Roboter im Rahmen eines Testlaufs in einem Pop-up-Restaurant in Leipzig getestet.

Laut eigener Aussage des Start-ups ist der Roboter in der Lage, die hohe, gleichbleibende Qualität eines Spitzenkochs an jedem beliebigen Ort zu ermöglichen.

Testlauf in Leipzig stieß auf großes Interesse

Der Kochroboter vom Start-up DaVinci Kitchen ist in der Lage, komplexe Gerichte fertigzustellen. Foto: davincikitchen.de

Der Kochroboter vom Start-up DaVinci Kitchen ist in der Lage, komplexe Gerichte fertigzustellen. Foto:

Nachdem der Kochroboter bereits im vergangenen Jahr auf der Messe ISS GUT in Leipzig vorgestellt worden war, konnten nun vom 13. bis 31. Januar 2020 Kunden zwei Gerichte in einem Pop-up-Restaurant in Leipzig testen. Zur Auswahl standen hier zwei Pastagerichte, die vor den Augen der Gäste zubereitet wurden. Die Kunden durften dabei den Preis für jedes Gericht selbst bestimmen und mussten sich vorab online anmelden. Angeboten wurde eine „Lardonara“ mit Speck, Lauchzwiebeln, Sahne und Parmesan. In der vegetarischen Variante wurde der Speck durch Champignons ersetzt. Der Testlauf in Leipzig stieß auf großes Interesse und lief besser als von den Verantwortlichen erwartet. So mussten sogar die Ausgabezeiten heruntergeschraubt werden. Auch die Testesser zeigten sich begeistert und lobten vor allem, dass die Pasta selbst hergestellt wurde.

Weiterer Testlauf in Betriebsrestaurant geplant

Nachdem der Test in den Räumen der Da Vinci Kitchen in der Brühl in Leipzig beendet wurde, ist nun ein nächster dreimonatiger Test in einem Betriebsrestaurant der Apetito AG in Rheine geplant, die auch an Da Vinci Kitchen beteiligt ist. Der Roboter, der Pastagerichte in nur wenigen Minuten zubereiten kann, wird als Station beim Mittagessen integriert und so in den laufenden Betrieb eingegliedert. Der Fokus liegt bei diesem Test auf der Funktionalität des Roboters und auf möglichen Nachjustierungen, um das Gerät zur Marktreife zu bringen. Alles in allem ist der Roboter fähig, 50 bis 60 Gerichte in zwei bis drei Stunden herzustellen.

Roboter könnte bereits Ende des Jahres marktreif sein

Nach den positiven Erfahrungen der letzten Wochen stehen die Verantwortlichen einer baldigen Markteinführung sehr positiv gegenüber. Man hofft, bereits Ende 2020 in die Produktion einsteigen zu können. Die Gemeinschaftsgastronomie ist dabei nur ein mögliches Einsatzfeld des Roboters. Daneben wäre die Verwendung unter anderem auch bei Events, in Restaurants oder als selbstständiges Kiosk-Konzept denkbar.