Walnüsse – Harte Schale, urgesunder Kern

Wer seine Kindheit im Deutschland der Fünfziger und Sechziger Jahre erlebt hat, der kennt Walnüsse nur aus der Adventszeit. Da kamen sie zusammen mit Hasel- und Paranüssen in eine hübsche Schale und wurden unter großem Hallo geknackt – wenn denn schließlich auch der Nussknacker aus den Tiefen der Weihnachtskiste aufgetaucht war.

Das Hauptverbreitungsgebiet der Walnüsse sind die temperaten bis subtropischen Gebiete der Nordhalbkugel.

Das Hauptverbreitungsgebiet der Walnüsse sind die temperaten bis subtropischen Gebiete der Nordhalbkugel.

Heute sind die leckeren Baumfrüchte das ganze Jahr über Stammgäste in der Küche. Das ist gut so, denn mit Walnüssen kann man nicht nur interessant kochen und backen, sie sind auch urgesund. Sie enthalten Linolsäure; eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die der Körper unbedingt braucht. Zudem enthalten die Kerne noch Vitamin E und Eiweiß. Das ist vor allem für Vegetarier wichtig, die Walnüsse regelmäßig in ihre Ernährung einbauen sollten. Damit ergänzen sie ihren Eiweißverzehr, der sonst aus Hülsenfrüchten und unterschiedlichen Getreidesorten stammen dürfte, auf unkomplizierte und sinnvolle Weise.

Worauf man beim Kauf von Walnüssen achten sollte

Walnüsse sind gesund und sie sind inzwischen zwölf Monate im Jahr verfügbar. Aber Walnuss ist leider nicht gleich Walnuss und man sollte beim Einkauf achtsam sein. Bereits 30 Gramm Walnüsse decken den Tagesbedarf an der lebenswichtigen Linolsäure. Da kann man es sich vielleicht erlauben, hochwertige Ware einzukaufen und Sonderangebote, deren Herkunft nicht eindeutig deklariert wird, stehen zu lassen. Ganze Walnüsse sollte man im Zweifelsfall einer Tüte mit Walnusskernen vorziehen. Falls die Nüsse von der Industrie behandelt worden sind, ist die Schale ein guter Schutz. Allerdings muss nach dem Öffnen darauf geachtet werden, dass die Kerne keinen Schimmel aufweisen, nicht verschrumpelt oder dunkel sind. Solche Kerne gehören in den Abfall, nicht in den Magen.

Werden Walnüsse entkernt gekauft, bitte unbedingt auf das Frischhaltedatum achten. Leider tendieren Walnüsse dazu, relativ schnell ranzig zu werden. Hier „hilft“ die Industrie mit Antioxidationsmitteln nach. Die müssen auf der Packung deklariert werden. Ja, sie sind erlaubt, aber möchte man sie wirklich mitessen? Wer diese Frage mit „Nein“ beantwortet, der pflanzt selbst einen Walnussbaum. Fürs Erste reicht es natürlich auch, einfach Bio-Qualität zu kaufen.

Wie Walnüsse in der Küche verwendet werden

Damit kann es dann in der Küche aber auch wirklich unbesorgt zur Sache gehen. Walnüsse werden nämlich nicht einfach nur roh zum TV-Lieblingskrimi geknabbert. Gemahlen passen sie zum Beispiel in jeden Kuchenteig (einfach entsprechend weniger Mehl benutzen); halbe Walnusskerne machen sich zudem auf Torten prima als Dekoration.

Frische Salate bekommen mit Walnusskernen einen Extrakick. Der Gesundheitswert wird noch mal gesteigert, wenn man das Dressing zum Teil mit Walnussöl zubereitet. Da Walnüsse im Geschmack sehr anpassungsfähig sind, eignen sie sich auch für Überraschungen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Sauerkrautquiche, die mit einer Handvoll Walnüssen veredelt wird? Oder mit einer Füllung aus Ricotta, Spinat und Walnüssen für Ravioli? Ein Apfelpfannkuchen kann ebenso Walnüsse vertragen wie eine Gorgonzolasoße für die Pasta.

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Zum Schluss noch eine kleine Warnung

So gesund Walnüsse auch sind, manche Menschen sollten sie lieber meiden. Die Baumfrucht enthält viel Serotonin. Dieses Eiweiß ist eigentlich total unbedenklich; es steht aber im Verdacht, in seltenen Fällen Migräne auszulösen. Wer in dieser Hinsicht Probleme hat, weicht auf andere Nüsse aus.