Pinienkerne – Gesund, wohlschmeckend und wertvoll

Wenn es nach der deutschen Küche ginge, dann könnte die Produktion von Pinienkernen eingestellt werden. Glücklicherweise geht es aber um die italienische Küche und die weiß die knackigen kleinen Kraftpakete außerordentlich zu schätzen.

Der Pinienkern ist der geschälte Samen der Pinie.

Der Pinienkern ist der geschälte Samen der Pinie.

Ähnlich wie auch die nordafrikanischen Küche nutzt die italienische Küche zu vielen Gerichten Pinienkerne. Pinienkerne sind kleine Nüsse, die großen gesundheitlichen wert haben. Ihr feines Aroma entfalten sie am besten, wenn sie kurz geröstet werden. Die Betonung liegt dabei auf „kurz“. Nur den Herd abschalten gilt nicht. Die Kerne müssen aus der Pfanne raus und auf einem Teller abkühlen. Sonst reicht schon allein die Resthitze der Pfanne aus, um die empfindlichen Kerne zu verbrennen.

Wann sind Pinienkerne erhältlich und worauf soll man beim Kauf achten?

Pinienkerne sind das ganze Jahr über in immer guter Qualität zu bekommen. Wichtig ist, dass sie sich in einer ebenmäßigen Farbe und einer glatten Haut präsentieren. Dann sind sie nicht nur für das Auge, sondern auch für den Gaumen attraktiv.

Wie werden Pinienkerne verwendet?

Das wohl bekannteste italienische Rezept mit Pinienkerne ist das Pesto Genovese. Dafür werden die Pinienkerne geröstet und dann mit Olivenöl und frischem Basilikum püriert. Je nach Region und Geschmack darf auch gern noch Hartkäse untergemischt werden, einige Rezepte sehen auch weiße Bohnen (gern aus der Dose) als Zutat vor. Pfeffer und Salz darf, muss aber nicht sein.

Neben diesem Klassiker kennt die italienische Küche noch viele weitere Verwendungsarten für Pinienkerne. Die Nüsse enthalten viel wertvolles Selen, sie liefern Phosphor, die Vitamine A und E sowie Eiweiß. Das ist wichtig zu wissen für alle, die sich fleischlos oder gar vegan ernähren. Vielleicht sollte man es den Italien deshalb nachmachen und die Kerne in Salate geben, mit Pastasoßen mixen und zu Fisch essen. Das ausgesprochen feine Aroma lässt all diese Varianten zu.

Wo kommen die Pinienkerne her?

Wie bei vielen alten Kulturpflanzen ist auch bei den Pinien der Ursprung nicht restlos geklärt. Die Fachwelt nimmt aber an, dass die Pinie aus Kleinasien stammt. Inzwischen wächst der Baum aber schon seit mehreren Jahrtausenden auch in Südamerika und im gesamten Mittelmeerraum.

Pinienkerne selbst anbauen?

Wer über einen großen Garten irgendwo am Mittelmeer verfügt, der kann es ja probieren. Einfach eine Pinie pflanzen und abwarten, bis sie Früchte trägt. Alle anderen kaufen sich die Kerne und lagern sie klug. Wenn eine Packung angebrochen ist, gehört sie in den Kühlschrank. Dort hält sie in einem verschlossenen Container bis zu zwei Monate ihr Aroma und bleibt frisch.