Rigatoni – Diese Nudeln sind eng mit den Tortiglioni verwandt

Wer Spaghetti und Makkaroni für die italienischsten der italienischen Nudelsorten hält, der befindet sich in guter Gesellschaft – aber er irrt. Tatsächlich dürften nämlich die Rigatoni diesen Ehrentitel verdienen.

Zu Rigatoni werden vor allem Soßen gegessen. Als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten kommen sie in der italienischen Küche kaum vor.

Zu Rigatoni werden vor allem Soßen gegessen. Als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten kommen sie in der italienischen Küche kaum vor.

Rigatoni stammen ursprünglich aus Rom und werden dort seit Jahrhunderten mit sämigen Soßen serviert. Es sind relativ kurze, dicke Röhrennudeln, die innen über einen vergleichsweise großen Hohlraum verfügen. Vielleicht hört es sich nach dieser Beschreibung nicht so an, aber Rigatoni zählen zu den klassischen, eleganten Nudelvarietäten, die gern mit feinen Soßen auf den Tisch gebracht werden. Italienkenner wissen: Was die Römer können, das können die Neapolitaner schon lange. Auch sie haben deshalb Rigatoni in ihrer Küche, nennen sie allerdings Tortiglioni. Diese beiden Pastasorten gleichen sich im Prinzip wie eineiige Zwillinge. Sie unterscheiden sich lediglich durch ihre äußere Zeichnung. Wer ein Rezept mit Rigatoni zubereiten möchte, kann deshalb völlig problemlos auch Tortiglioni verwenden – und umgekehrt.

Worauf sollte man beim Kauf von Rigatoni achten?

Rigatoni sind unkomplizierte Nudeln, bei deren Kauf im Prinzip nichts Besonderes beachtet werden muss. Wer sichergehen will, dass er echte römische Rigationi bekommt (und nicht etwa die ganz ähnlichen Hörnli aus der Schweiz und andere enge Verwandte), der schaut sich die Zeichnung auf der Oberseite der Nudeln an. Dort muss sich ein längs verlaufenes Rillenmuster zeigen, wenn es das Original sein soll. Bei den Tortiglioni hingegen ist das Wellenmuster geriffelt…

Rigatoni sind nur wenige Zentimeter lang und haben einen Durchmesser von etwa zehn Millimetern. Die Streifen auf der Oberfläche sollen dafür sorgen, dass die Soße besser anhaftet.

Wie werden Rigatoni verwendet

Wie viele Pasta-Variationen sind auch die Rigatoni vor allem in Verbindung mit Soßen zu verwenden. Als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten kommen sie in der italienischen Küche so gut wie nicht vor.

Mit einer leckeren Soße dagegen können gute Rigatoni für kulinarische Hochgenüsse sorgen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich ihr Hohlraum mit dem einem leckeren Ragout, einer Käsesoße oder natürlich auch einer feinen Gemüsesoße füllt. Wird die Nudel dann zerbissen, verteilt sich die Füllung im Mund. Gleichzeitig bekommt der Gaumen auch noch eine bissfeste Konsistenz geliefert – Feinschmecker wissen diese Kombination sehr zu schätzen!

Um das Potenzial der Rigatoni voll auszuschöpfen, sollte die Soße immer schön sämig sein. Dünne Soßen haben in der Verbindung mit Rigatoni nichts zu suchen. Klassiker der italienischen Küche sind überbackene Rigatoni mit sahniger Schinkensoße und Rigatoni mit Gorgonzolasoße.

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Zum Schluss noch ein kleiner Tipp

Wer mal absolut keine Rigatoni oder Tortiglioni bekommen kann, der ist auch mit deutschen Hörnchennudel nicht schlecht bedient. Aber bitte nicht weitersagen.