Gnocchi – Leckere Kartoffelklößchen der italienischen Küche

Pasta und Nudeln kennt heute jedes Kind. In Italien wächst man sowieso mit ihnen auf. Aber auch in den meisten anderen Ländern stehen Spaghetti mit Tomatensoße oder „Bolo“ ganz oben auf der Liste der Lieblingsspeisen der Nachwuchsgourmets. Etwas anders verhält es sich mit Gnocchi. Die kommen deutlich seltener auf den Tisch, obwohl sie sich mit vielen Pastasoßen ebenso gut vertragen wie „richtige“ Nudeln.

Gnocchi sind nicht gleich Gnocchi. Doch im größten Teil Italiens versteht man darunter kleine Klöße.

Gnocchi sind nicht gleich Gnocchi. Doch im größten Teil Italiens versteht man darunter kleine Klöße.

Was also macht den Unterschied? Außerhalb Italiens geht es bereits mit dem Namen los. Werden die kleinen Hörnchen nun Gnocci oder Gnocchi geschrieben? Noch viel böser die Frage, wie man sie nun eigentlich korrekt ausspricht. „Njocki“ wäre unser Vorschlag für die korrekt so geschriebenen: „Gnocchi“. Doch auch damit sind noch nicht alle Fragen beantwortet. Denn bei der Zusammensetzung und dem Einsatz von Gnocchi haben Hobbyköche ebenfalls ihre Probleme. Das liegt daran, dass man sie heute sowohl in ihrer ursprünglichen, als auch in ihrer verfeinerten Form bekommen kann – zumindest in Italien. Dort werden sie zum Beispiel in Sardinien weiter aus Mehl und Wasser hergestellt; ebenso übrigens wie in einigen Teilen Lazios und Roms. Im weitaus größten Teil Italiens aber versteht man unter Gnocchi heute kleine Klöße, zu deren spartanischer Zutatenliste sich irgendwann die Kartoffel gesellt hat. So wird es auch international gehalten.

Worauf man beim Kauf von Gnocchi achten sollte

Wie bei fast allen Kartoffelgerichten sollte man auch bei Gnocchi immer auf Frische bedacht sein. Die leckeren Klößchen sind deshalb auch nie neben trockenen Spaghetti- und Makkaronipackungen zu finden, sondern liegen als vakuumierte Frischware in der Kühltruhe. Ideal wäre es, wen man sie kurz vor der Zubereitung kaufen würde. Da das nicht immer geht, sollte der Kunde zumindest streng auf das Frischhaltedatum achten. Übrigens nicht, weil die Klöße „schlecht“ werden könnten. Kartoffelteig lässt sich aber nicht wirklich gut verarbeiten, wenn er zu alt ist.

Wie man Gnocchi in der Küche verwenden kann

Gnocchi passen zu vielen Pastasoßen und können deshalb problemlos als Alternative zu herkömmlichen Nudelsorten serviert werden. Schon eine ganz einfache, frische Tomatensoße macht aus Gnocchi ein echtes Gedicht. Die kleinen Klößchen passen aber auch bestens zu Pesto und ganz allgemein zu Soßen auf Kräuterbasis. Ebenfalls leckere Begleiter für Gnocchi sind alle Soßen, die mit Sahne zubereitet werden. Im Norden Italiens werden Gnocchi zudem gern als Beilage zu Fleischgerichten auf den Tisch gebracht und dienen somit quasi als Ersatz für Kartoffeln.

Klöße zwischen Tradition und Moderne

Mit etwas Geduld kann man Gnocchi auch gut selbst zubereiten. Wichtig dabei ist, dass man mehlig kochende Kartoffeln aussucht und dass diese auch wirklich gut schmecken. Profiköche und alle, die gern in der Küche experimentieren, können mit Gnocchi gut auch mal neue Wege gehen. So kann man je nach Saison etwa frische Kräuter oder Gemüse wie Kohlrabi, Kürbis oder Rosenkohl zum Gnocchiteig hinzufügen.