Créme fraîche – Diese Französin macht mit einem Klacks jede Speise zu einem raffinierten Genuss

Der Name verrät es schon: Créme fraîche hat als Import aus Frankreich Einzug in unsere Küchen gehalten. Übersetzt heißt die leicht säuerliche Köstlichkeit einfach nur „frische Sahne“ – und damit führt sie uns auch gleich ein wenig in die Irre. Denn das „frisch“ im Namen hat nichts mit einem eventuellen Haltbarkeitsdatum zu tun. Vielmehr geht es darum, dass der Sahne Milchsäurebakterien zugesetzt worden sind, die sich ganz leicht und sehr lecker ansäuern. Dabei entsteht ein Geschmack, den man eben auch als „frisch“ bezeichnen könnte. Die Franzosen jedenfalls tun’s.

Crème fraîche wird aus Kuhmilch hergestellt und muss einen Mindestfettgehalt von 30 Prozent haben.

Crème fraîche wird aus Kuhmilch hergestellt und muss einen Mindestfettgehalt von 30 Prozent haben.

Damit das Ganze nun nicht zum linguistischen Seminar ausartet, hier gleich der nächste Fakt zur Créme fraîche. Das Original aus Frankreich weist, im Gegensatz zu den Kopien aus anderen Ländern, sehr viel Fett auf. Bis zu 42 Prozent kann so ein Töpfchen aus dem Kühlregal dann schon mal in sich haben. Damit bringt sei es pro hundert Gramm auf schlappe 300 Kalorien. Ein Leichtgewicht ist die Créme fraîche also wahrlich nicht. Dafür belohnt sie den Genießer aber mit einer sahnigen Konsistenz, die ihresgleichen sucht. Zudem steckt jede Menge Kalzium in ihr, was gut für die Knochen und die Zähne ist. Auch als Eiweißlieferant ist Créme fraîche nicht zu verachten. Geschmacklich Créme fraîche milder als saure Sahne und säuerlicher als Créme double.

Worauf man beim Kauf von Créme fraîche achten sollte

Créme fraîche ist nicht gleich Créme fraîche. Die französischen Produkte haben immer den höchsten Fettgehalt, während Créme fraîche aus Deutschland etwas leichter ist. Bei ihr bewegt sich der Fettgehalt um die 30 Prozent herum. Wer aus gesundheitlichen Gründen oder der Figur zuliebe auf eine fettarme Ernährung achten muss oder will, der kann auch zu Créme fraîche light greifen. Sie enthält dann nur noch rund 15 Prozent. Das bedeutet zwar nicht, dass sie gleich die Hälfte ihres Geschmacks einbüßt. Die ganz große „Samtigkeit“ die mit der herkömmlichen Créme fraîche einhergeht, geht aber bei der leichteren Version verloren. Mittlerweile sind übrigens auch Versionen auf dem Markt, die vom Hersteller bereits gewürzt oder mit Kräutern versehen wurden. Genau hinzuschauen lohnt sich also.

Wie Créme fraîche in der Küche verwendet wird

Créme fraîche ist in der Lage, aus einem einfachen Alltagsgericht blitzschnell eine kleine Delikatesse zu zaubern. Einfach nur den Becher aus dem Kühlschrank holen und ein paar Esslöffel Créme fraîche in die Soße, die Suppe oder das Risotto einrühren. Man kann die edle Sahne auch unter ein Gemüse ziehen oder sie in ein Ragout einrühren. Pastafans probieren das vielleicht mal mit ihrer nächsten „Sauce Bolognese“ aus – lecker! Auch eine einfache Tomatensoße, eine Pilzsoße oder eine Carbonara macht sich mit ein paar Esslöffeln Créme fraîche richtig gut. Die Sahne dabei bitte erst ganz zum Schluss einrühren und nicht mitkochen lassen. So vermeidet man, dass sie unter Umständen gerinnt. Übrigens, Créme fraîche passt auch prima zu Süßspeisen und Desserts. Ein Klacks Créme fraîche über einen lauwarmen Apfelstrudel geben oder zu einer Kugel Eis servieren und schon blinzelt selbst an trübsten Regentagen ein Sonnenstrahl durch…

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp

Ganz sicher ist Créme fraîche kein Leichtgewicht, trotzdem kann man in gewissen Fällen damit sogar Kalorien sparen. Nämlich immer dann, wenn man sie anstelle von Mayonnaise benutzt. Wer also zum Beispiel seine Salate gern mit Mayonnaise anrichtet, der hat selbst mit der vollfetten Créme fraîche eine leichtere Alternative zur Hand. Einfach mal mit einer kleinen Menge ausprobieren!